Clim’s Blog

Meinen Blog widme ich aktuellen politischen Fragen, News und meinen Projekten

Gedankenfragment 01-Glaube(n)

Von am 16. März 2008

Ich kann mir kaum vorstellen das es Menschen gibt, welche an nichts (bestimmtes) glauben.

Um an etwas zu glauben muss man schließlich nicht in einer Kirche, Sekte, Partei etc. sein, denn diese Zusammenschlüsse, (Glaubens)-Gemeinschaften etc. repräsentieren nur bestimmte Ansichten. Jedoch repräsentieren sie deshalb nicht gleich alle Handlungsweisen und Vorstellungen ihrer Mitglieder.

Manche glauben an einen Gott, andere daran das es mehrere göttliche Geschöpfe gibt.

Und es gibt Menschen, welche nicht an Gott glauben.

Ist es wirklich notwendig sich deshalb gleich zu beschimpfen, an die Gurgel zu gehen oder sich gegenseitig umzubringen?

Oder spiegeln diese Verhaltens- und Handlungsweisen nur den unperfekten, sich selbst zur Zerstörung treibenden Geist der Menschheit wieder?

Egal zu welcher Zeit, an welchem Ort…

Stets wiederholt sich das Wiederholte erneut, Fragen werden aufgeworfen und letztendlich verworfen, sodass der Mensch nichts aus seinem Verhalten lernt und die Fehler abermals begeht.

Das der Mensch ein Instinkt reduzierte- und biologische Mängelwesen ist, steht außer Frage.

Aber kommen wir nicht zu der Erkenntnis dass wir vielmehr auch sozial-emotionale Mängelwesen sind?

Wir akzeptieren meist nur den eigenen Glauben, er steht an erster stelle, alle welche eine andere Auffassung haben liegen falsch oder werden als Ungläubige bezeichnet (degradiert).

Wir unterdrücken stets diejenigen, welche Frei sein wollen, Minderheiten werden verfolgt.

Es hat den Anschein dass viele Menschen sich immer mehr hierzu verleiten lassen:

„Masse, statt Klasse“

Eifrig rennen sie Meinungen und Personen hinterher, sie tun es der Mehrheit gleich.
Dies führt oftmals zu der Polarisierung zwischen Gut-Böse.

Man hinterfragt meist gar nicht mehr warum jemand etwas tut, sondern sieht nur die Tat, als solche. Man verbindet persönliche Motivationen und Ansichten nicht mehr mit dem Ergebnis.

Es ist der falsche Ansatz Menschen zu morden, da diese selbst mordeten!

Aber warum macht der Mensch dies?

Weil er stets nach schnellen Möglichkeiten der Problembewältigung sucht und gar nicht mehr zwischen den Fragen der Zeit und Wissenschaften differenziert.

Aber man sollte diese Methode des schnellen, kurzweilig zufrieden stellenden Ergebnisses nicht für ethisch-soziale Fragen anwenden!

Ursachenforschung wird nicht betrieben, sondern man bejaht das Morden.

Obwohl der Mensch lieben und fühlen kann, kommt es einem vor, als lebe man in einer, sich widersprüchlich verhaltenden Welt, welche das Motto hat:

„Mir das schöne, doch Du? Du bist mir egal“.

Dabei ist es unabdingbar notwendig das man nach den sozialen, sowie den gesellschaftlichen Hintergründen auf den Grund geht, welche oftmals das falsche Handeln der Verbrecher erklären oder Ansätze für Ursachen erkennbar werden lassen.

Wenn man dies nicht endlich begreift, wird sich daran auch nie etwas ändern, denn dass System, welches extremst fehlerhaft ist, kann man nicht durch das Ausschalten des Gehirns, sowie des gesunden Menschenverstandes umgehen oder verbessern.

Es gibt derzeit unzählige Beispiele für tendenziöse Dämonisierungen in unserer Welt:

„Böse Palestinänser=Gute Israelis?“

„Araber und Menschen islamischen Glaubens sind stets Selbstmordattentäter und Mörder“

„Ausländer nehmen einem die Arbeitsplätze weg, sie sind schuld“

Man macht sich so sicherlich das Leben leichter, schlägt verschiedene Gruppen, Völker etc. über einen Kamm und meint das diese stets so seien.

„Man sieht es ja täglich in den Nachrichten“ ist ein flaches Argument, welches in keinster Weise einen wahren Hintergrund hat. Man sieht stets tendenziöse Nachrichten, geprägt von bestimmten, politisch „richtigen“ (als allgemein gültig angenommenen) Meinungen. Dies gleicht einem schattigen Mantel, welchen man auf den Globus stülpt, und durch ihn dringen nur „ausgewählte“ Ereignisse, sowie Meinungen. Eine Art Selbstzensur… ja nicht der geltenden Meinung widersprechen, immer mit dem Strom schwimmen, egal ob er in einem Wasserfall endet…

Im Endeffekt glaubt jeder Mensch an etwas, egal ob dies:

Religion

Politische Richtung

Geld

Liebe

Sex

Freiheit

Oder

Gerechtigkeit ist.

Und diejenigen, welche noch nicht ihren Glauben, bzw. ihr Lebensmotto oder ihr „Ding“ gefunden haben, werden dies sicherlich in ihrem Leben noch tun.

Was muss geschehen, um eine Akzeptanz der Glaubensrichtungen zu schaffen?

  1. Ich glaube an….., meine Religion/Glauben steht nicht über anderen Religionen, sondern ist berechtigt neben ihnen in Einklang oder Parabel zu existieren

  1. Wenn ich den Glauben eines anderen Menschen nicht akzeptiere/respektiere, sollte ich in mich gehen und darüber nachdenken was uns unterscheidet und viel wichtiger, was uns verbindet. Die falsche Antwort wird immer Gewalt bleiben

  1. Altmodisches Denken und Traditionen respektieren, aber auch gerechte neue Denkweisen zulassen, beispielsweise: „Stellung Mann-Frau, Gleichgeschlechtliche Ehen.

  1. Am „Miteinander“ arbeiten und nicht das „Gegeneinander“ (durch Hass) verbreiten.

  1. Nicht nur Religionen sind Glaubensrichtungen. Sondern auch soziale und gerechte Anschauungen, sowie persönliche Einstellungen (Welche Position nehme ich in der Welt ein, Was ist der Mensch?, Gibt es etwas überirdisches?)

 

Ich denke man sollte sich dies einmal zu Herzen nehmen.

„Nimmt der Glaube diktatorische Züge an, wird er zur Religion.“

Martin Gerhard Reisenberg


„Religion ist eine Angelegenheit des Herzens, nicht des Kopfes.“

Christoph Martin Wieland

 
„Meine Religion ist sehr einfach – meine Religion ist Freundlichkeit.“

Dalai Lama

 
„Religion
wird ihre alte Macht nicht wiedergewinnen, bis sie Änderungen ebenso ins Gesicht sehen kann wie die Wissenschaft.“

Alfred North Whitehead 

„Der Glaube, daß es keinen Gott gibt,
ist auch ein Glaube.“

Walter Ludin



„Ich glaube an die Gewaltlosigkeit als das alleinige Heilmittel.“

Mahatma Gandhi

 
„Die Freiheit ist eine neue Religion, die Religion unserer Zeit.“

Heinrich Heine

 

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